Kunsthalle Rostock und Ars Electronica Center Linz
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Am Anfang des 21. Jahrhunderts stellt das Kunstprojekt Pingo ergo sum eine einfache, jedoch fundamentale Frage:
Wie wird sich die Kunst im 21. Jahrhundert entwickeln?
Vor dem Hintergrund von zwei Entwicklungen ist diese Frage besonders interessant: 1) Menschen und moderne Technologien werden weiter verschmelzen zu hybriden Cyborg-ähnlichen Mensch-Maschine-Systemen. Die Räumlichkeit wird sich weiter auflösen. Für den Künstler eröffnet dies neue Möglichkeiten, um kreative Gedanken auszudrücken und Artefakte zu erschaffen. 2) Das soziale Netz wird omnipräsent sein. Der elektronische soziale Graph bestimmt bereits viele Bereiche unseres privaten, gesellschaftlichen und beruflichen Lebens. Er wird auch das Erschaffen und Rezipieren von Kunst verändern.
Genauer: Wir sagen vorher, dass eine neue Generation von Künstlern sich neuer Technologien bedienen wird — beispielsweise Gehirn-Computer-Schnittstellen und Neuroprothesen –, um alte Fragen zur Ästhetik, Wahrnehmung, Realität und Natur des Bildes radikal anders zu stellen und ggf. neu zu beantworten. Hier müssen Künstler mit Wissenschaftlern und Ingenieuren auf Augenhöhe zusammen arbeiten, und zwar ausdauernder und tiefgreifender als bei vielen interdisziplinären One Night Stands. Pingo ergo sum baut auf einer solchen Kollaboration auf, dem sogenannten Brain Painting.
Das Pingo ergo sum Projekt zeigt erstmalig die Arbeiten des Brain Paintings einer größeren Öffentlichkeit im Rahmen einer Ausstellung, und zwar zeitgleich in zwei Museen, Rostock und Linz. Zusätzlich ist ein “Kunstlabor” (Art Research Lab) ein elementarer Teil der Ausstellung. Hier werden neue Werkzeuge und Technologien für den Künster des dritten Jahrtausends entwickelt, wobei Künstler und Informatiker Hand in Hand arbeiten.
Brain Painting Live: livestream.com/pingoergosum
